Webseiten
  • Homepage
  • Suchen
  • Was ist Neu
  • Sitemap
  • Login

  • Kategorien
     > Geschichte der Telek..
       Geschichte der Telek..
        Geschichte der Tele..
       Zeittafel EDV 1953-1..
       Wählamtseinschaltung..
       Tonbandkundendienste..
       >> Geschichtenarchiv

    Suchen

    Homepage > Geschichte der Telekommunikation unter besond.. > Geschichtenarchiv
    OES - Einführung der digitalen....  12 von 20vorhergenden Seitezur nächsten Seite

    OES - Einführung der digitalen Vermittlungstechnik in Österreich

    von Gerhard Nowak

    Fortschritte der Halbleitertechnologie und der Digitaltechnik ermöglichten in der Dekade 1970 – 1980 die Entwicklung digitaler Vermittlungssysteme für die Telefonie und Datenübertragung. Die Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung (ÖPTV) traf im Jahr 1977 die Entscheidung, die Digitalisierung der öffentlichen Vermittlungsnetze in Angriff zu nehmen und gründete 1978 gemeinsam mit der österreichischen nachrichtentechnischen Industrie die Österreichische Fernmeldetechnische Entwicklungs- und Förderungs- Gesellschaft m.b.H. (ÖFEG).

    Die Entwicklung eines eigenständigen österreichischen Systems hat sich jedoch als unwirtschaftlich erwiesen. Nach Sichtung des internationalen Entwicklungsstandes durch die ÖFEG hat die Generaldirektion der ÖPTV die Entscheidung getroffen, zwei bereits existente Basissysteme und zwar das System EWSD von Siemens AG München und das System DMS 100 von Northern Telekom (Kanada) für den Einsatz in Österreich heranzuziehen.

    Die ÖFEG erhielt die Aufgabe die Anpassung an die österreichische vermittlungstechnische Umwelt vorzunehmen und ein Konzept für eine neue Netzstruktur sowie eine einheitliche zentralisierte Betriebsführung und Wartung der Systeme zu realisieren.

    Aus diesen Anpassungsentwicklungen entstanden in Österreich die Vermittlungssysteme OES-E und OES-D und ein zugeordnetes Betriebsstellensystem OAMOperating Administration and Maintenance.

    Im Jahr 1985 konnten in Wien die ersten OES - Feldversuchsanlagen aufgebaut werden. Im Februar 1986 erfolgten die ersten Teilnehmerbeschaltungen und Inbetriebnahmen. Österreich wurde regional in Einsatzgebiete für die beiden Systeme geteilt. In Oberösterreich und Salzburg gelangten ausschließlich OES-E Vermittlungsstellen zum Einsatz. Als erste oberösterreichische OES-E Vermittlungsstelle wurde am 04.03.1988 die Ortsvermittlungsstelle Linz-Kleinmünchen in Betrieb genommen.

     Ein Teil der Hardware Fertigung und der Aufbau der digitalen Vermittlungssysteme erfolgte durch die in der ÖFEG vertretenen nachrichtentechnischen Firmen Siemens AG Österreich, Alcatel Austria, Kapsch AG und Schrack AG. Ab 1986 wurde das analoge Vermittlungsstellennetz kontinuierlich durch OES Vermittlungsstellen ersetzt. 1999 konnte die Volldigitalisierung abgeschlossen werden. Mit der OES Einführung wurde auch das international standardisierte ISDNIntegratet Services Digital Network und die Durchschaltung u. Vermittlung mit standardisierten 64 kbit/s Kanälen realisiert.

     Ab Dezember 2009 begann die Umstellung des digitalen, leitungsvermittelnden OES – Netzes in ein neues Vermittlungssystem Next Generation Network. NGN ist ein paketvermittelndes Netz unter Nutzung des Internet Protocolls (All IP). Der nur die Sprachtelefonie betreffende Teil des neuen Netzes wird als NGN-V bezeichnet. Das Kürzel V steht für Voice over Internet Protocoll (VoIP). Neben dem Telefonnetz wurden auch das Mobilfunknetz und das Kabelfernsehnetz in das NGN integriert. Der Systemtausch vom OES auf NGN-V wurde im März 2012 abgeschlossen.              


    Datum 1986