Inbetriebnahme Richtfunknetz Mitte Wien-Roßbrand-Salzburg
Jahr/ Datum  1981 16. September
Richfunkstation Roßbrand

Foto aus dem Geschäftsbericht der ÖPTV

Am Kreuzungspunkt zwischen den Richfunkverbindungen Wien – Innsbruck (Netz Mitte) und Salzburg – Klagenfurt wurde der Richtfunkturm Roßbrand bei Radstadt errichtet und am 16. September 1981 dem Betrieb übergeben

Netzersatz Richtfunk

Auf Richtfunkstationen waren selbsttätige Netzersatzanlagen mit Turbowechselrichter und Dieselaggregat im Einsatz.

Diese Stromversorgungsanlage besteht aus Gleichrichter, Batterie, Turbowechselrichter, sowie einem Dieselaggregat, bestehend aus Gleichstrommaschine, Dieselmotor und Drehstrom-Synchrongenerator. Der Turbowechselrichter ist ein Wechselrichter mit umlaufendem Quecksilberstrahl.

Im Normalbetrieb werden die Richtfunkanlagen vom öffentlichen Starkstromnetz gespeist und die Batterie über einen Gleichrichter aufgeladen bzw. auf Erhaltungsladung gehalten. Bei Netzausfall übernimmt automatisch der batteriegespeiste Wechselrichter die Versorgung. Dauert der Netzausfall länger als 10 min, wird über die Gleichstrommaschine (als Motor) der Dieselmotor gestartet, der seinerseits den Drehstromgenerator antreibt. Gleichstrommaschine und Wechselrichter werden nach Übernahme der Stromversorgung durch den Drehstromgenerator abgeschaltet. Wenn das öffentliche Netz wiederkehrt, läuft der Dieselmotor weiter und lädt mit der Gleichstrommaschine (als Generator) die Batterie wieder auf.

Foto aus "Elektrotechnik und Maschinenbau", Heft 1/2, Jahrgang 1961 :

Netzersatz Richtfunk