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    Karl Emil Krarup, entwickelt das Kr....  77 von 451vorhergenden Seitezur nächsten Seite

    Karl Emil Krarup, entwickelt das Krarupkabel
    Karl Emil Krarup

    Am Ende des 19. Jahrhunderts dehnten sich die Telefonnetze auf immer größere Entfernungen aus. Dabei machte sich die große Dämpfung in den Leitungen durch eine sehr schnell abfallende Lautstärke bemerkbar. Ursache war die hohe Kapazität der Kabel.

    Im Jahr 1893 hatte Oliver Heaviside durch Untersuchungen folgendes entdeckt, durch die künstliche Erhöhung der Induktivität der Fernsprechkabel wird die Dämpfung geringer.

     

    Der Franzose Vaschy war zu gleichen Ergebnissen gekommen.

     

    Etwa zeitgleich mit den Versuchen  Pupins in Amerika, diese Ideen durch punktgenaues Einfügen von Induktivitäten in die Fernkabel zu realisieren, nahm man auch in Deutschland diese Gedanken auf. Der Anlass war die Verlegung eines Fernsprechkabels zwischen  Schweden und Norwegen, um es mit dem deutschen Fernsprechnetz zu verbinden.

     

    Karl Strecker regte Versuche an, die im Kabelwerk Rheydt durchgeführt wurden.

     

    Die Kupferdrähte wurden mit einem feinen Eisenband umwickelt. Die Versuche verliefen sehr erfolgreich, deshalb wurde der Plan gefasst, das neue Fernsprechkabel nach diesem Prinzip zu bauen.

     

    Die Postverwaltung in Dänemark beteiligte sich an weiteren Versuchen, die an der Würzburger Universität durchgeführt wurden.

    Im Jahr 1902 entwickelte Karl Emil Krarup die endgültige Konstruktionsform des Kabels, die Kupferadern wurden dabei mit einen dünnen Eisendraht umwickelt.

     

    Ein Jahr später, 1903 wurde das nach Krarup benannte Kabel zwischen Fehmarn und Laaland ausgelegt, es erfüllte alle Erwartungen. Noch im selben Jahr wurde der Fernsprechverkehr aus Deutschland mit Schweden und Norwegen aufgenommen.

     

    Krarupkabel wurden auch in späterer Zeit  noch verwendet

    z. B. am 4. März 1927 Transatlantik-Kabel zwischen Emden und New York

     

     

    Vorteile:

    Im Krarupkabel wirkte sich die Erhöhung der Induktivität völlig gleichmäßig verteilt über die gesamte Kabellänge aus. Das Krarupkabel hat im Vergleich zum dem Pupinkabel keine ausgeprägte obere Grenzfrequenz.

     

    Eine spätere Verlängerung stellte im Gegensatz zum Pupinkabel kein  Problem dar. Das Kabel hat einen homogenen mechanischen Aufbau. Was bei  der Verlegung als Seekabel besonders nützlich ist.

     

    Nachteile:

    Die Induktivität wurde bei der Kabelherstellung festgelegt und kann nicht mehr verändert werden.

    Es können keine so hohen Induktivitätswerte wie bei einem Pupinkabel erreicht werden.




    Jahr/ Datum  1902

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