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    Die Entwicklung des deutschen Fernw....  103 von 451vorhergenden Seitezur nächsten Seite

    Die Entwicklung des deutschen Fernwählsystems beginnt in Weilheim

    Die Entwicklung des Fernwählsystems in Deutschland nahm seinen Anfang 1923 mit der Errichtung der ersten automatischen Fernvermittlungsstelle in Weilheim in Oberbayern.

    Sie funktionierte noch nicht so wie wir das heute kennen. Das System der Ortsnetzkennzahlen und der Verkehrsausscheidungsziffern ‚0‘ und ‚00‘ musste erst noch entwickelt werden.

     


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    Es wurde jede Teilnehmernummer im gesamten Netz nur einmal vergeben.

     

    Von jedem beliebigen Anschluss des Netzes in der Netzgruppe Weilheim brauchte der Teilnehmer nur die gewünschte Rufnummer (ohne Vorwahl) zu wählen.

     

    Das System mit Vorwahlen, so wie wir es heute kennen, war noch nicht eingeführt. Es reichte, die Nummer zu wählen, ohne zu wissen, in welchem Ort sich der gewünschte Gesprächspartner befand.

     

    Die Rufnummernblöcke waren geografisch sortiert. Die ersten Zahlen einer Rufnummer standen somit für die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ortsnetz. Es handelte sich um ein System mit verdeckter Nummerierung. Nach diesem Vorbild wurden bis vor wenigen Jahren auch  die Rufnummern in deutschen Großstädten verteilt. Die Rufnummern innerhalb des gleichen Ortsteils begannen mit der gleichen Ziffernkombination. Es war dadurch die Zugehörigkeit zu einer Teilvermittlungsstelle zu erkennen. Die Möglichkeit der Rufnummernmitnahme nach Umzug war daher nicht möglich.

     

    Die letzten beiden Ziffern kennzeichneten den gewünschten Teilnehmer  innerhalb des Ortsnetzes. Für die meisten kleineren Orte reichte diese Kapazität von maximal 100 Nummern aus. Die größeren Orte bekamen mehrere solcher Hunderter-Nummernblöcke zugewiesen.

     

    Die Netzgruppe Weilheim, die anfangs  22 Ortsnetze umfasste, war baumförmig bis sternförmig aufgebaut.

     

    Es umfasste drei Ebenen:

     

    • das Hauptamt Weilheim als Mittelpunkt des gesamten Netzes
    • 5 angeschlossene Knotenämter in Dießen, Peißenberg, Schongau, Murnau und Kochel
    • 22 sternförmig an diese Knotenämter angeschlossene Endämter, die jeweils den Übergang in ein Ortsnetz darstellten.
    • Das Knotenamt in Peißenberg diente zugleich als Durchgangsstelle von Weilheim zum Knotenamt in Schongau.
    • Alle anderen Knotenämter waren über Direktleitungen sternförmig an das Hauptamt angeschlossen.

     

    Durch Abheben des Hörers wurde direkt eine Verbindung in das Hauptamt in Weilheim hergestellt. Die ersten gewählten Ziffern legten dann fest, an welches Knoten- und welches Endamt das Gespräch zu verbinden war. Die letzen Ziffern führten zur Auswahl des gewünschten Teilnehmers innerhalb des gewünschten Endamtes.

     

    Das Hauptproblem war: es wurde jedes Gespräch über eine teure Fernleitung zum Hauptamt verbunden, selbst wenn es sich nur um ein Gespräch im gleichen Ort oder Endamt handelte.

     

    Die  Unterscheidung, ob das Gespräch im gleichen Endamt verbleibt, kann erst nach dem Wählen mehrerer Ziffern getroffen werden.

    Um die Belegung der teureren Fernleitung zu verhindern, wurde der Umsteuerwähler entwickelt.

    Beim Abheben und Wählen des Teilnehmers wurden parallel zum Hauptamt die gewählten Ziffern auch im Umsteuerwähler ausgewertet.

    Bei einer Übereinstimmung mit der eigenen lokalen Kennzahl wurde durch den Umsteuerwähler auf die weitere Vermittlung vor Ort umgeschaltet und die parallel belegte Fernleitung wurde sofort freigeben. Dadurch konnte die Blindbelegung von Fernleitungen immerhin auf wenige Sekunden pro Gespräch herabgesetzt werden. Es wurden dadurch auch wesentlich weniger Fernleitungen benötigt.


    Jahr/ Datum  1923

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