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    Chronologie und technische Daten des Wählamtes Anastasius-Grünstraße

     

    Die erste Vermittlungsstelle im Ortsnetz Linz in Motorwählertechnik war das Ortsamt Anastasius-Grünstraße. Der Erstausbau war ursprünglich für 13.000 Sprechstellen ausgelegt.

    Dabei ist vielleicht interessant, dass schon damals vorsorglich 2.000 Anrufeinheiten (bzw. vorerst 1.600) beschaltungs- und rufnummern-mäßig für den späteren Anschlussbereich der VSt Kremstal-Bundesstraße reserviert waren (zunächst noch unter dem Namen „Froschberg“, zwischendurch dann „Gaumberg“) – Anmerkung: d.h. im Zuge der Planungen wurde der Netzmittelpunkt des Anschlussbereiches für das zusätzliche Wählamt mehrmals verschoben).

     

    1959 Planungsbeginn (FM-Technik und Hochbau)

    Planung für einen Endausbau von 16.000 Hauptanschlüssen. Zu diesem Zeitpunkt gab es weniger als 2.500 Sprechstellen im späteren Anschlussbereich A.-Grünstraße, Kremstal-Bds.-Straße (damals „Froschberg“, später „Gaumberg“ genannt) und Steyregg.

     

    1962 Hochbaubeginn

    1. Bauabschnitt, 13.000 m3 umbauter Raum, Hochbaukosten 20 Millionen Schilling (ca. 1,5 Mio €)

     

    1964 „Notamt“ Grillparzerstraße (Kurzzeichen „Gr“)

    Übergangslösung im Altbau Grillparzerstraße (ehemals „Pinselfabrik“) mit 1.600 Anrufeinheiten des Reichspost-System 40 (RP-System 40) aus Innsbruck  und provisorische Unterbringung von Registerverzonern (für den Bereich Haydnstraße und in der Folge auch Grillparzerstraße bzw. A.-Grün-Straße) zur Entlastung des Netzgruppenamtes Domgasse.  Aufbau durch Montagekräfte des TBA Linz.  Kosten 2,7 Millionen Schilling (ca. 200.000 €)

     

    1965 Montagebeginn des Wählamtes A.-Grünstraße (Kurzzeichen „Gn“)

    Erstausbau für 13.000 Sprechstellen („5-er Amt“), Material- und Montagekosten 28 Millionen Schilling (ca. 2 Mio €). Lieferung und Montage durch Fa. Siemens. Erste Kurz-Rufnummer (3stellig für VÖEST) im Ortsnetz Linz und damit außerhalb von Wien.

    Anmerkung: Der Grund für die 3-stelligen Kurzrufnummern war, dass z. T. ausländische Register die 2-stellige Landeskennzahl (43) + 4-stellige Ortskennzahl (7222) + 5-stellige Rufnummer + 4-stellige Durchwahlnummern der Nebenstellenanlage (insgesamt 15 Stellen) nicht verarbeiten konnten.

    Zur Umsetzung der 3-adrigen GW-Ausgänge auf 2-adrige Anschlussleitungen wurden eigene Übertragungen entwickelt.

     

    1966 Inbetriebnahme des Wählamtes Grünstraße am 15. Juli.

    Feierliche Eröffnung am 20. Juli 1966 durch Staatssekretär Tauss und Generaldirektor Schaginger, kirchliche Segnung durch Diözesanbischof Zauner.

    Eine Zeitung schrieb: „Mit dieser Erweiterung (Anm: des Linzer Telefonnetzes) dürfte voraussichtlich bis zum Jahre 2000 das Auslangen gefunden werden.“

     

    1969 1. Erweiterung des Wählamtes Gn

    Erweiterung für den Anschluss von 2.000 Sprechstellen, Gesamtkosten 5,5 Millionen Schilling (ca. 400.000 €)

     

    1969 Fernmeldetechnischer Planungsbeginn des zweiten Bauabschnittes

    Planung des späteren Knotenamtes und der Erweiterung des Ortsamtes auf 40.000 Sprechstellen

     

    1971 Hochbau-Planungsbeginn des zweiten Bauabschnittes

    Planung des 2. Bauabschnittes mit 12.500 m3 umbautem Raum

     

    1972 2. Erweiterung des Wählamtes Gn

    Erweiterung um 800 Sprechstellen (noch im ersten Bauabschnitt), Gesamtkosten 1,2 Millionen Schilling

     

    1973 Hochbaubeginn des 2. Bauabschnittes im August

    Hochbaukosten 46 Millionen Schilling ( ca. 3,3 Mio €)

     

    1974 3. Erweiterung des Wählamtes Gn im ersten Bauabschnitt

    Letzte Erweiterung des 5-er-Amtes um 500 Sprechstellen, Gesamtkosten 2 Millionen Schilling (ca. 145.000 €). Somit wurden im ersten Bauabschnitt des Fernmeldegebäudes Anastasius-Grün-Straße technische Einrichtungen für den Anschluss von 16.300 Sprechstellen um den Betrag von insgesamt 36,5 Millionen Schilling (ca. 2,65 Mio €) aufgebaut.

     

    1975 Neuerliche Inanspruchnahme des Notamtes

    Provisorischer Aufbau von 1.800 Anrufeinheiten System 48 M im Notamt Grillparzerstraße (ehem. Pinselfabrik) durch Montagekräfte des TBA Linz.

     

    1976 Montagebeginn im 2. Bauabschnitt im April

    Erweiterung des Ortsamtes um Anschlussmöglichkeiten für 2.500 Sprechstellen („6-er Amt“)

     

    Registerverzoner

    Mit Inbetriebnahme des provisorischen Hauptbereichsamtes Fadingerstraße (Motorwähler) gehörten die seit 1964 provisorisch im ehemaligen Notamt Grillparzerstraße untergebrachten RV endgültig der Vergangenheit an. (Anmerkung: Provisorien waren damals also das „tägliche Brot“)

     

    1977 „6-er-Amt“

    Inbetriebnahme des 6-er Amtes am 22. 06., damit wird das Ortsamt „Gn“ vorläufig auf insgesamt 26.000 Hauptanschlüsse ausgebaut.

     

     

    Einige markante Zahlen aus dem Wählamt Anastasius-Grünstraße:

    Bis einschließlich 1977 wurden interne Kabel mit einer Gesamt-Adernlänge von 7 Millionen Meter verlegt und 2 Millionen Lötstellen vor Ort hergestellt (Anmerkung: Löten war damals fast ausschließlich Frauensache). Insgesamt mussten bis 1977 ca. 200.000 Montagestunden aufgewendet werden.

     

    Emmerich Gaigg

     


    Datum 1959-1977